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Tipps & Tricks 4

Viren und Trojaner
Nichts beim Betrieb eines Computers ist ärgerlicher, als wenn das System “zerschossen” wird. Dieser Fall kann schneller eintreten, als uns lieb ist. Viren, Trojaner und andere Software-Schädlinge lauern überall, vor allem im Internet. Sie versuchen, sich unseres Betriebssystems zu bemächtigen, es zu destabilisieren, komplett fernzusteuern oder gänzlich zum Absturz bringen.
Anzeichen für das Wirken von Viren & Co
Wenn der Rechner beim Hochfahren hängen bleibt; wenn er immer langsamer wird; wenn das Hochfahren (Booten) sich in die Länge zieht; wenn bestimmte Programme sich nicht öffnen oder schließen lassen; wenn der Computer beim Herunterfahren stecken bleibt: Dann können wir davon ausgehen, dass der Code von schädlichen Viren das reibungslose Arbeiten unseres Betriebssystems behindern.
Es gibt zwar Virenscanner, deren Hersteller sich bemühen, die gefährlichsten Viren zu entdecken und unschädlich zu machen. Die Erfahrung des Verfassers lässt sich jedoch knapp so zusammenfassen: Zumeist ist alles vergebliche Liebesmüh!
Anlegen eines System-Images
Das Virenscannen einer ganzen Festplatte kann Stunden dauern. In dieser Zeit ist der Rechner lahmgelegt oder in seiner Funktion eingeschränkt. Eine komplette Neuinstallation des Systems inkl. aller Programme ist gleichfalls nicht unerheblich und sperrt den Zugang zum Computer gänzlich.
Wie bequem dagegen ist das Arbeiten mit einem Image! Das Anlegen eines Systemabbildes mit Acronis True Image dauert gerade mal zehn Minuten, das Zurückkopieren einer 15 GB großen Systempartition lediglich 20 Minuten.
Nach dem Zurückspielen des Images können wir wieder auf ein jungfräuliches Betriebssystem zurückgreifen. Diesen Vorteil hat das Virenscannen nicht, denn keiner gibt uns die Garantie, dass alle Viren entdeckt und unschädlich gemacht wurden.
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ACRONIS TRUE IMAGE
Die Vollversion von Acronis True Image (ATI) kostet (Stand 02/2010) knapp 50 Euro. Dieses Geld ist gut und sinnvoll angelegt. ATI belegt bei Tests von CHIP & Co. regelmäßig die vorderen Plätze. Eigene Erfahrungen bestätigen die Zuverlässigkeit von ATI.
Exkurs: Aufteilung (Partitionierung) der Festplatte
Unter Partitionierung versteht man das Aufteilen der Festplatte in Segmente oder Abschnitte. Das hat folgenden Hintergrund: Bei einer Neuinstallation werden alle Daten, die sich auf der Systempartition C:\ befinden, unwiderruflich gelöscht. Unangetastet bleiben dagegen die restlichen Partitionen (D:\ und E:\). Auf deutsch: alle Daten, die sich nicht auf C:\ befinden, bleiben bei einer Neuinstallation erhalten.
Mindestens zwei Partitionen (System und Daten) sollten es schon sein. Die Backups können zur Not auch in einem schreibgeschützten Ordner auf D:\ untergebracht werden.
In Zeiten der Riesenfestplatten müssen wir nicht mit Speicherplatz geizen und können großzügiger planen, als das noch vor 10 Jahren der Fall war.
Zur Erinnerung: die 1-GB-Grenze bei 3,5’’-Festplatten wurde erst 1998 überschritten!
Erläuterung der Grafik Die Festplatte mit einem Volumen von 1000 GB (1 Terabyte; bitte nicht Terrabyte schreiben oder aussprechen - Terra bedeutet “Erde”) ist in obiger Grafik natürlich nur schematisch dargestellt. 50 GB für die Partition C:\ (blauer Balken) sind mehr als ausreichend. In diese Partition wird das Betriebssystem installiert.
In der Partition D:\ (türkis) werden die Nutzdaten abgelegt: Filme, Fotos, Word-Dateien, Grafiken. Die Rohprogramme, also die nicht ausgeführten bzw. nicht installierten “Progs” finden ihren Platz ebenfalls in einem Ordner auf D:\. Diese Partition nimmt mit Abstand den größten Raum auf der Festplatte ein.
Bleibt noch die Partition für das Backup. Die Sicherung des Betriebssystems, auch als Image bezeichnet, wird auf E:\ (orange) abgelegt.
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Schritt-für-Schritt-Anleitung
ERSTELLEN EINES SYSTEMIMAGES MIT ACRONIS TRUE IMAGE
- System komplett neu aufsetzen
Vorteil: Das neu angelegte Acronis Image ist taufrisch und garantiert virenfrei. Installieren Sie einen Virenscanner in der aktuellsten Version. Laden Sie ihn dazu von CHIP herunter (z.B. AntiVir Personal Edition 10). Auch ein Portscanner wie ZoneAlarm darf nicht fehlen.
- Installieren sie Acronis True Image Home (Version 10)
- Brennen Sie die Notfall-CD nach der leicht verständlichen Acronis-pdf-Anleitung. Sie benötigen kein Brennprogramm, da Acronis True Image Home über eine eingebaute Brenn-Engine verfügt. Mittels dieser CD starten Sie das zerschossenen Betriebssystem (siehe hier)
- Öffnen Sie nun Acronis True Image Home und starten Sie den Backupvorgang.
- Achten Sie darauf, das Image in der Daten- oder Backup-Partition abzuspeichern. Es kann jedoch auch auf externer USB-Festplatte oder DVD gespeichert bzw. gebrannt werden.
- Rückkopieren des Backups bzw. Images (Vorbereitung)
6.1 Notfall-CD in das CD/DVD-Laufwerk einlegen 6.2 Umstellen der Bootreihenfolge im BIOS. So kommen sie ins BIOS: Den Rechner neu starten und rechtzeitig “F2” oder die “Entf”-Taste drücken 6.3 “CD-ROM” als “First Boot Device” unter “Integrated Peripherals” einstellen 6.4 Vorgang mit “F10” speichern. Rechner startet erneut. 6.5 Läuft alles wie geplant, müsste die CD nun das Kommando übernehmen und sich mit der Acronis-Oberfläche melden
- Image zurückkopieren.
Der Mauszeiger von ATI nimmt jetzt eine etwas andere Form an. Nun die Option “Backup & Restore” auswählen, in das korrekte Backup-Verzeichnis navigieren und das Image zurückkopieren. Orientieren Sie sich an der sehr verständlichen und intuitiven Benutzerführung von Acronis True Image.
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Viren, ihr könnt kommen!
So gewappnet, surfen wir relativ sorgenfrei durchs Internet. Sollten sie bemerken, dass sich die oben erwähnten Symptome auftreten, kopieren Sie das Systembackup (Image) zurück.
Gefahr geht jetzt eigentlich nur noch von einem Headcrash der Festplatte aus. Ein Headcrash, also das Aufprallen des Schreib-/Lesekopfes, führt zur Zerstörung der Ein-/Ausleseeinheit. Die Ursache ist eine plötzliche Beschleunigung der Festplatte durch Stoß oder Sturz. Wenn Sie sorgsam mit Ihrem Rechner umgehen, hält eine Festplatte jahrelang.
Wichtige, sensible oder geheime Daten sollten aus diesem Grunde auf DVD gebrannt oder auf eine externe Festplatte ausgelagert werden.
Haben Sie ein Bankschließfach oder einen Tresor? Optimal! Dort sind Ihre wertvollen Daten am besten aufgehoben.
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aktualisiert 12.2.2010
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